Kongress 2017

 

DIE KRAFT DER VIELEN

WIE SCHAMANISCHES WISSEN UNS IN DER GEMEINSCHAFT HEILT

VOM 14. BIS 17. SEPTEMBER 2017 auf der burg ludwigstein

 

Bei unserem dritten Kongress in 2017 werden wieder Referenten aus vielen europäischen Ländern zu Gast sein. Sie teilen mit uns ihr praktisches Wissen in Workshops und Vorträgen. So erhalten alle TeilnehmerInnen lebensnahe Impulse zur Heilung ihrer tiefen Sehnsucht nach Gemeinschaft. Verbunden mit schamanischem Wissen können wir gemeinsam Schritte auf dem Weg zur Lösung einer weit verbreiteten Zerrissenheit der modernen europäischen Gesellschaft gehen.

Als „special guests“ erwarten wir unter anderen Gastreferenten aus Grönland, Island und Vertreter der Sami!

Darüber freuen wir uns besonders. Sie werden uns aus ihrem Leben berichten und mit uns über ihre und auch für uns relevante Situation beraten. Wir alle sind SchülerInnen und LehrerInnen zugleich. Der Klimawandel zeigt sich in Grönland sehr drastisch. Das Volk der Inuit, wie auch die Sami, wurden in wenigen Jahrzehnten gewaltsam von ihren uralten Traditionen getrennt und ihrer Existenzgrundlage beraubt. Sie wurden auf zeitgenössische europäische Werte eingeschworen. Die Inuit, die Sami und wir EuropäerInnen haben heute bei allen Unterschieden, aber auch Berührungspunkte in unseren Anliegen. Das Klima ist für uns alle ein großes gemeinsames Thema. Und wir sind wie sie daran interessiert, unsere unterdrückten alten Traditionen in einer modernen Welt neu zu finden und zu beleben.

„Schamanismus braucht Heimat, natürliche Mitwelt, Geborgenheit in einer vertrauten Gruppe. Schamanen sind niemals Einzelkämpfer. Wir Menschen sind in gewisser Weise von Haus aus „Herdentiere“. Da ist es mit Trommelreisen und Räuchern im stillen Kämmerlein nicht getan. Unsere Identität ist seit der Aufklärung immer individualistischer geworden. Wir haben mehr und mehr verlernt dieses für Menschen artgerechtes Leben zu führen. Suizidraten und Suchterkrankungsraten steigen, auch deswegen. Es fehlt schmerzlich an einer spirituellen Vision einer tragenden Gemeinschaft. Unser heutiges Gemeinschaftleben liegt als Kraftquelle siech darnieder.

Mit diesem Kongress wollen wir an tragfähigen Visionen arbeiten die die erfahrbare Kraft der Gemeinschaft im Alltag wieder möglich machen. „Menschlicher Stallgeruch und echte Nähe“ kann die Lösung für Vereinsamung und Ausgrenzung sein. Auf diese Weise entsteht der Kontext für einen gelebten Schamanismus der das ist, was er immer war, ein Lebensweg voller Wissen.“

Eine schamanische Spiritualität lebt weder Askese noch einen Weg der Abkehr nach innen. Schamanismus ist mit beiden Beinen in allen Ebenen aller Welten verwurzelt, auch in der Lebenswelt des Alltags. In vielen Ländern deren Kultur von modernen europäischen Werten geprägt sind, finden wir einerseits leidtragende Menschen und andererseits die Sieger von Monsanto bis TTIPP, fracking und EU Bürokratie. Eine aufrechte, tragende Spiritualität darf sich nicht zu fein sein, hier mutig Stellung zu beziehen. Das verbindet Schamanen mit Gandhi, Mandela und M.L. King. Es geht nicht nur um den Bauchnabel der Selbsterkenntnis. Es geht um uns alle und um das Erbe das wir hinterlassen werden.

Gemeinschaft ist die Basis jeder Spiritualität. Nur indem wir uns als eine verbundene Familie von Verwandten erkennen, respektieren und schützen wir uns. Das Leid der grönländischen Inuit und der skandinavischen Sami ist auch unser Leid. Und das was wir haben, bieten wir als Nahrung für alle auf Augenhöhe an, die mit uns „essen“ möchten. Wir werden auf diesem Kongress gemeinsam trauern und unsere Kraft feiern. 

 

Wir freuen uns, Sie auf diesem spannenden und informativen Kongress begrüßen zu dürfen!

 

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Zu den Kongressrückblicken

 

Bild: Copyright: Schamanisches Netzwerk, pixabay.com

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