16 Apr

Der Schmerz der Ureinwohner und warum es uns betrifft!

geschrieben von Hildegard Fuhrberg

"Kanadischer Stamm ruft nach Selbstmordversuchen Notstand aus"

Unter http://www.WAZ.de/11725853 erfahren wir derzeit, dass eine indigene Ethnie, ein indianischer Stamm in Kanada, wegen sich häufender Suizide den Notstand ausgerufen hat. Ähnliches haben wir auch von erschütternden Suizidraten der Inuit und der Sami gehört. Die Trauer die uns anweht, über die schmerzlichen Lebensbedingungen von indigenen Ethnien in der heutigen Zeit, ist aus meiner Sicht ebenso Trauer über das, was auch wir in unserer Kultur schon so lange still hingenommen haben.

Es ist eine Weile her, aber wir kennen es auch. Menschen die Quellen geopfert haben wurden umgebracht, und das schon unter Karl dem Großen im frühen Mittelalter. Da war von Hexenwahn noch lang keine Rede. Im ausgehenden Mittelalter, zu Beginn der Neuzeit, wurden alle, die zu lange in einen Kristall schauten, mit Kräutern und Tieren redeten oder im Wald sangen, unsäglich grauenvoll gefoltert und lebendig verbrannt. 

Und noch heute zahlt die Krankenkasse (die von unseren Beiträgen lebt) rein gar nichts an Kosten an uns zurück, auch wenn viele Ärzte die Diagnose „unheilbar“ schriftlich bestätigt haben und eine naturheilkundliche Behandlung den Traum zu einem nachweislichen guten Ende geträumt hat. 
Kein Professor fragt nach, wenn kluge, aber üble Prognosen sich mit schamanischer Unterstützung als krachend falsch erweisen.
Immer noch dürfen niedergelassene Ärzte Geld von Pharmafirmen annehmen. Die ganze Medizinforschung ist fest in den Händen der Pharmariesen. Es gibt keine neutrale Forschung. Und dennoch werden wir immer noch eingeschüchtert, wenn wir bei Ärzten kritische Fragen stellen. Laut Rechtsmedizin der Uni Rostock, sterben jährlich bei uns etwa 30 000 Menschen an ärztlichen Fehlern. Aber das Gerede über den großen Fortschritt der Medizin ist gewaltig. 30 000 jedes Jahr! Diese Rate sinkt bei einem Ärztestreik sofort!

Und wer sich zu einer naturbezogenen Spiritualität bekennt, muss damit rechnen verspottet zu werden. Alles nur Naivität und Aberglaube von solchen, die „Bäume umarmen“, ha ha! Aber der Staat zieht die Steuern für die dogmatischen Amtskirchen ein, die immer weniger Mitläufer haben. Die ganze Gesellschaft achtet die Buchreligionen hoch, sexuelle Gewalt hin oder her. Aber das sind ja auch „richtige“ Religionen!

Auch wir sind Ureinwohner der europäischen Erde und auch wir werden hier verachtet und verspottet von der "Mainstream Konsensgesellschaft", für die nur wissenschaftlich verbriefte Fakten wahr sind. Auch wenn wir nicht mehr um Leib und Leben fürchten müssen, ist das ein Leben indem wir uns oft wegducken.

Auch bei uns gibt es pro Jahr 10 000 abgeschlossene Suizide und etwa 100 000 bekannte Versuche (Dunkelziffer, auch Unfälle, unbekannt).
Da brauchen wir nicht zu indigenen Ethnien zu gehen. Am meisten gefährdet scheinen junge Mädchen und ältere Männer zu sein. Es gibt bei uns mehr Todesfälle durch Suizid, als durch Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag und Krieg zusammen. Hintergrund ist oft soziale Isolation und Sinnverlust, genauso wie bei den traditionellen Ethnien in Grönland, Samiland oder Kanada. Es ist selten eine ausgewachsene Psychose oder Depression, die der alleinige Hintergrund dafür ist. 

Der Ruf wird laut, die „Politik“ müsse das richten mit mehr niedrigschwelligen Versorgungsprogrammen. Aber was sollen denn unsere charakterschwachen, in Arbeitskreisen verschwurbelt herumredenden PolitikerInnen noch alles richten? Suizidraten senken, Schüler motivieren, Kindererziehung einfach machen, Bildung heben, Krieg verhindern und eine gerechte Welt schaffen usw. Es müssten Götter sein, wenn das mit den Menschen, die nun einmal da sind, so einfach möglich wäre.
Die schlechte Nachricht: Politik ist Verwaltung und in tausend Interessenskonflikten haltlos verstrickt. Sie ist kein ethisch religiöses System zur Rettung der Welt.
Die gute Nachricht: Es wird von jeder Einzelnen und jedem Einzelnen abhängen, was sich tut oder nicht tut.

„Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“ Diese Zeile der Internationale ist beeindruckend spirituell.

Fragen wir uns also:

Was tue ich, um junge Menschen auf ihrem Weg in eine sinnvolle Lebensperspektive beratend zu begleiten?
Was tue ich um alternden Menschen auf ihrem Weg in ein erfüllendes Alter zur Seite zustehen?
Wem bin ich ein echtes, überzeugendes Vorbild und wobei?

Schamanismus ist auch handelnd gestalten, nicht nur klug reden. Und wir können unsere Erfahrungen dann auch voller Mitgefühl und ohne schwächendes Mitleiden, in Augenhöhe und Respekt an unsere indigene Familie weitergeben.