02 Feb

Wacholder

geschrieben von Maren Ziegler

Von April bis August blüht der immergrüne Wacholder, der in ganz Europa heimisch ist. Dieses säulenförmige Nadelgewächs kann bis zu 12 m hochwachsen. Der lichtbedürftige Wacholder ist in Kiefernwäldern, an Hängen und in Heidelandschaften zu Hause. Er war einer der ersten Bäume, die in die kargen Tundren nach der letzten Eiszeit zurückkehrte.

Wacholder steht unter Naturschutz und es ist verboten die Wacholderzweige oder deren Spitzen zu brechen. Die Beeren dürfen aber gesammelt werden.

„Vor dem Holunder soll man den Hut abnehmen, vor einem Wacholder aber muss man in die Knie gehen.“ So sagt ein altes deutsches Sprichwort. 

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18 Dez

Die Wegwarte

geschrieben von Maren Ziegler

Die Wegwarte trifft man häufig an Weg- und Straßenrändern sowie auf Schuttplätzen an. Ihr 30 – 140 cm hohe Stängel ist hohl und wenig behaart. Der sparrig verzweigte obere Teil hat wenig Blätter, die unteren Blätter sind grob gezähnt. Aufgrund ihrer löwenzahnähnlichen Blätter und der milchhaltigen Pfahlwurzel glaubte man einst, sie sei ein Verwandter des Löwenzahns.

Von Juli bis in den Oktober blühen ihre strahlend blauen (seltener weißen) Zungenblüten. Die Blüten öffnen sich an sonnigen Tagen frühmorgens und verwelken bereits am frühen Nachmittag.

Die Wegwarte hat viele Volksnamen, z. B. Blaue Distel, Hanselbeimweg, Endivie (von intybus abgeleitet), Faule Grete, Sonnenbraut, Sonnenwirbel, Verfluchte Jungfer, Zigeunerblume und Rauher Heinrich. 

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24 Nov

Die Goldrute

geschrieben von Maren Ziegler

Bei den Germanen zählte die Goldrute zu einem der besten Wundheilkräuter. In alten Kräuterbüchern aus dem 17. Jahrhundert heißt sie daher noch „Heydnisch Wundkraut“. Bis heute hat sich die Anwendung der Goldrute als Wundheilmittel erhalten. Den Namen „Heftkraut“ erhielt sie, weil sie Wunden zusammenheften kann.

Der lateinische Name Solidago leitet sich von solidum agere ab, was so viel heißt wie: Das in der Verwundung Getrennte wieder fest zusammenfügen. Später wurde sie als „Pastorenblume“ bezeichnet, da sie auch in Pfarrgärten oft angepflanzt wurde. Rund um das heutige Dresden war sie als „Schnupfengold“ bekannt, da ihr Blütenstaub für Nasenschleimhautreizungen verantwortlich gemacht wurde. Wegen ihrer goldfarbenen Blüten erhielt sie Namen wie Goldwundkraut, Goldähre und Goldleiter.

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21 Jun

Mittsommer und Linde

geschrieben von Maren Ziegler

Die Linde (Tilia)

„Sieh das Lindenblatt, du wirst es wie ein Herz gestaltet finden, darum sitzen die Verliebten auch am liebsten unter Linden“, dichtete Heinrich Heine.


Zahlreiche Volks- und Liebeslieder besingen die Linde, die für uns wie kein anderer Baum mit Heimatgefühl und Geborgenheit verbunden ist und uns besonders am Herzen liegt. Ihre ganze Gestalt und auch ihre Blätter ähneln der eines Herzens. Die herzliche Botschaft der Linde stärkt und heilt das Herz.


Die meisten Lindengeschichten sind auch Liebesgeschichten, denn die Linde ist der Baum der Liebe. Die Linde war als heiliger Baum der Wohnort von Freya/Aphrodite, der Göttin der Liebe und des Glücks. Im Christentum wurde sie Maria zugeschrieben; noch heute wird die Maria-Linde verehrt.


Die Linde stand früher oft im Mittelpunkt von Dörfern und Städten. 

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