„Heute noch unbeschwert von Wirklichkeit, Objektivität, Wahrheit oder Authentizität zu reden, grenzt an Fahrlässigkeit´“. (Benkel, 2007, S. 21.)

Die wissenschaftliche Revolution im 17. Jahrhundert wurde eingeleitet durch die ersten menschlichen Leichenöffnungen und damit einhergehend die konfliktreiche Übergangsphase von der Wortwissenschaft zur Sachwissenschaft. Damit verabschiedete sich Gott und die Metaphysik zu Gunsten einer neuen rationalen Naturwissenschaft. (vgl. Reinalter, 1999, S. 34.) Im 19. Jahrhundert entstand der Glaube an eine naturwissenschaftliche Erfassung der Wirklichkeit. Die naturwissenschaftliche (positivistische) Herangehensweise an die Wirklichkeit beruhte auf der Annahme, dass nur die Dinge (ausschließlich) „wirklich“ sind, die wir mittels unserer Sinnesorgane erfassen und auch belegen können, also alles was einer „intersubjektiven, experimentellen, naturwissenschaftlichen“ (Bandmann/Blumenberg/Sachsse, 1974, S. 11.) Überprüfung standhält, dies implizierte aber gleichzeitig das Postulat der objektiven Natur (Wenzlaff / Feder, 1998, S. 143.) und die Annahme, dass durch ständiges Weiterforschen die Wirklichkeit zu Tage tritt.

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