11 Sep

Die Bedeutung der Tag- und Nachtgleiche

geschrieben von Tanja Dreeßen

Für unsere Vorfahren, die noch keine Mähdrescher zur Verfügung hatten, bedeuten die Wochen im August und September schwere körperliche Arbeit. Wetterglück und der Segen des Göttlichen waren nötig, um sich einen sorglosen Winter zu sichern. So ist es verständlich, dass die Ernte mit zahlreichen Ritualen und Zeremonien durchgeführt wurde. 
Z.B. gab es einheitliche mit Blumen geschmückte Erntekleidung. Bevor die Arbeit begann, verneigte man sich am Feldrand.

Wenn in der Landwirtschaft die Zeit der intensiven Arbeit dem Ende zu ging, begannen die Märkte, die Ware wurde verkauft und es wurde gemeinsam gefeiert.

Der 23. September, die Tagundnachtgleiche, im Kirchenkalender der Matthäustag, ist ein Tag, der in früheren Zeiten eine herausragende Bedeutung hatte.

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Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Auch wenn es nicht überall so heiß ist, es ist dennoch Hochsommer und die Zeit der heißesten Tage. Der Sommer ist spürbar und auf den Feldern herrscht Hochbetrieb. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, die Ernte muss ins Haus.

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

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14 Jun

Sommersonnenwende

geschrieben von Tanja Dreeßen

Der Sommer entfaltet sich gerade tausendfach, alles zeigt sich in den prächtigsten Farben und Formen. Das Gras ist kräftig und hoch, bald gibt es eine Fülle von frischen Früchten.

Ist die Schafskälte (zwischen dem 10.-14.Juni) überstanden, zeigt sich in Bezug auf die Ernte, wie wichtig eine gute „Balance“ ist und das Thema dieser Zeit ist das Gleichgewicht zwischen starken unterschiedlichen Kräften: Es muss genügend Wasser geben, aber nicht zu viel, damit die Ernte nicht wegschwemmt. Auch die Sonne wird benötigt, nur nicht so viel, dass alles vertrocknet. Eine alte Bauernregel besagt: „Vor Johanni (24.06) bitte um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er oft das ganze Jahr.“

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28 Apr

„Beltane“/ Walpurgisnacht

geschrieben von Tanja Dreeßen

„Beltane“, auch Walpurgisnacht genannt, ist das große Fest des Lebens und der Liebe.

Es beginnt bei Sonnenuntergang des 30. Aprils und dauert bis zum Sonnenaufgang des nächsten Morgens.

Zu diesem alten Fruchtbarkeitsfest wurde früher gefeiert, dass die Göttin den gehörnten Gott zum Gefährten nimmt und von ihm ein Kind empfängt. Nicht nur der Gott und die Göttin gaben sich der Liebe hin, auch alle Feiernde, sofern sie einen Partner fanden. Das Vieh wurde zwischen zwei Feuern durchgetrieben, um speziell seine Fruchtbarkeit und die Gesundheit zu fördern. Auch die Menschen sprangen über die Feuer, um Kraft zu tanken und um sich zu läutern, Sünden- und Schuldenlast aufzulösen und um ein Gefühl der „Reinigung“ zu erhalten. 

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