Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Auch wenn es nicht überall so heiß ist, es ist dennoch Hochsommer und die Zeit der heißesten Tage. Der Sommer ist spürbar und auf den Feldern herrscht Hochbetrieb. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, die Ernte muss ins Haus.

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

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14 Jun

Sommersonnenwende

geschrieben von Tanja Dreeßen

Der Sommer entfaltet sich gerade tausendfach, alles zeigt sich in den prächtigsten Farben und Formen. Das Gras ist kräftig und hoch, bald gibt es eine Fülle von frischen Früchten.

Ist die Schafskälte (zwischen dem 10.-14.Juni) überstanden, zeigt sich in Bezug auf die Ernte, wie wichtig eine gute „Balance“ ist und das Thema dieser Zeit ist das Gleichgewicht zwischen starken unterschiedlichen Kräften: Es muss genügend Wasser geben, aber nicht zu viel, damit die Ernte nicht wegschwemmt. Auch die Sonne wird benötigt, nur nicht so viel, dass alles vertrocknet. Eine alte Bauernregel besagt: „Vor Johanni (24.06) bitte um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er oft das ganze Jahr.“

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