03 Okt

Schafgarbe Augenbraue der Venus

geschrieben von Maren Ziegler

Schafgarbe (Achillea millefolium) – Augenbraue der Venus

Die Schafgarbe liebt trockene, warme Plätze, besonders sonnige Wiesen und Weiden. Die weißen bis zartrosafarbenen Blütenschirme sind aus vielen einzelnen Blütenkörbchen zusammengesetzt. Das besondere Merkmal der Schafgarbe sind die filigranen und vielfach gefiederten Blätter. Millefolium heißt Tausendblatt. Die Enden der Fiederblättchen sind mit winzigen Stachelborsten versehen, die Blutungen hervorrufen können. Das nutzten zum Beispiel Schulkinder in Frankreich bis in die Neuzeit, um Nasenbluten vorzutäuschen und den Unterricht verlassen zu dürfen.

In China werden die zähen Schafgarbenstängel seit 4.000 Jahren als Weissagestäbchen für das Orakel I-Ging verwendet. In Europa hieß es, dass Kinder, denen Schafgarbenblätter auf die Augenlider gelegt wurden, gute Träume hatten. Und generell hieß es, dass die Lichtkraft der Schafgarbe Dämonen vertreiben könne.

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Für unsere Vorfahren, die noch keine Mähdrescher zur Verfügung hatten, bedeuten die Wochen im August und September schwere körperliche Arbeit. Wetterglück und der Segen des Göttlichen waren nötig, um sich einen sorglosen Winter zu sichern. So ist es verständlich, dass die Ernte mit zahlreichen Ritualen und Zeremonien durchgeführt wurde. 
Z.B. gab es einheitliche mit Blumen geschmückte Erntekleidung. Bevor die Arbeit begann, verneigte man sich am Feldrand.

Wenn in der Landwirtschaft die Zeit der intensiven Arbeit dem Ende zu ging, begannen die Märkte, die Ware wurde verkauft und es wurde gemeinsam gefeiert.

Der 21. September, die Tagundnachtgleiche, im Kirchenkalender der Matthäustag, ist ein Tag, der in früheren Zeiten eine herausragende Bedeutung hatte.

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