21 Okt

Samhain - Die Verbindung zur Anderswelt

geschrieben von Tanja Dreeßen

Samhain ist das Fest vom 31. Oktober auf den 1. November. Die KeltInnen nannten es das Totenfest. 

Im 16. Jahrhundert gedachten die Menschen des „All Hallows Eve“, des Abends vor dem Allerheiligentag. Daraus entstand der heutige Name „Halloween“.
Ursprünglich war das Fest ein flexibles Fest und wurde durch eine Mondphase oder durch ein Naturereignis angezeigt. Unsere Ahninnen und Ahnen mit ihrer starken Naturverbundenheit wussten wie sich die Energie dieses Festes anfühlt und achteten mehr auf Dinge, wie z.B. den ersten Frost, die letzten Blätter am Baum oder wann die Tiere ihren Winterschlaf begangen. Dann war es „Samhain“ und vermutlich dauerte dieses „Fest“ länger als einen Tag oder eine Nacht.

weiterlesen
11 Sep

Die Bedeutung der Tag- und Nachtgleiche

geschrieben von Tanja Dreeßen

Für unsere Vorfahren, die noch keine Mähdrescher zur Verfügung hatten, bedeuten die Wochen im August und September schwere körperliche Arbeit. Wetterglück und der Segen des Göttlichen waren nötig, um sich einen sorglosen Winter zu sichern. So ist es verständlich, dass die Ernte mit zahlreichen Ritualen und Zeremonien durchgeführt wurde. 
Z.B. gab es einheitliche mit Blumen geschmückte Erntekleidung. Bevor die Arbeit begann, verneigte man sich am Feldrand.

Wenn in der Landwirtschaft die Zeit der intensiven Arbeit dem Ende zu ging, begannen die Märkte, die Ware wurde verkauft und es wurde gemeinsam gefeiert.

Die Tag- und Nachtgleiche (nach dem astronomischen Kalender in der Nacht zum 22.9.2017), nach dem religiösen Kalender der Matthäustag (in der Nacht zum 21.9.2017), ist ein Tag, der in früheren Zeiten eine herausragende Bedeutung hatte.

weiterlesen

Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Auch wenn es nicht überall so heiß ist, es ist dennoch Hochsommer und die Zeit der heißesten Tage. Der Sommer ist spürbar und auf den Feldern herrscht Hochbetrieb. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, die Ernte muss ins Haus.

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

weiterlesen
14 Jun

Sommersonnenwende

geschrieben von Tanja Dreeßen

Der Sommer entfaltet sich gerade tausendfach, alles zeigt sich in den prächtigsten Farben und Formen. Das Gras ist kräftig und hoch, bald gibt es eine Fülle von frischen Früchten.

Ist die Schafskälte (zwischen dem 10.-14.Juni) überstanden, zeigt sich in Bezug auf die Ernte, wie wichtig eine gute „Balance“ ist und das Thema dieser Zeit ist das Gleichgewicht zwischen starken unterschiedlichen Kräften: Es muss genügend Wasser geben, aber nicht zu viel, damit die Ernte nicht wegschwemmt. Auch die Sonne wird benötigt, nur nicht so viel, dass alles vertrocknet. Eine alte Bauernregel besagt: „Vor Johanni (24.06) bitte um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er oft das ganze Jahr.“

weiterlesen