2009

Im Sommer 2009 haben wir den Verein gegründet. Dem gingen ausführliche Debatten um die Konzeption voraus, denn uns war es ein Herzensanliegen traditionelle Schamanen/innen aus der, aus unserer Sicht, unseligen Rolle der wundertätigen Exoten und Retter der industrialisierten Welt, zu entlassen. Wir wollten sie als Lehrer/innen für uns gewinnen. Dies beinhaltet aber auch, dass wir bereit sein sollten, unsere eigenen „Hausaufgaben” in Europa zu machen um nicht zu Immitatoren oder Konsumenten anderer Traditionen zu werden.

Diesen neuen Ansatz haben wir in der Satzung formuliert und im Flyer dargelegt. Wir haben einen Namen für den Verein gefunden und ein Logo gewählt. Bald nach der Gründung des Vereins trat Herr Dirk Dunkel als Vorstand aus persönlichen Gründen zurück. Der Vorstand bestand nun aus drei Mitgliedern und das ist nach der Satzung des Vereins möglich. Der Name des Vereins führte während der Zeit der Eintragung in Vereinsregister wegen eines vielleicht zu großen „Anspruchs” nämlich „Europa”, bei der Behörde zu Widerspruch. Wir konnten sie dann aber von der Berechtigung dieses Namens mit der Vorlage unserer Kontakte in Europa überzeugen. Der Vorstand einigte sich auf eine Geschäftsordnung für Sitzungen und legte die Zuständigkeiten im Vorstand fest. Beiräte wurden gewonnen und der Ältestenrat benannt.

Nun galt es alle steuerrechtlichen Vorschriften für einen Verein genau zu verstehen und konsequent umzusetzen. Dazu haben wir die Unterstützung einer Steuerberaterin in Anspruch genommen. Da dies bedeutete, ganz neue Arten der genauen Abrechnung einzuführen, war das sehr aufwendig. Klarere Organisationsstrukturen machten den Entwurf neuer, eindeutiger Vereinsdokumentenotwendig. Wir haben einen Teilnahmevertrag entworfen, der allen Beteiligten bei Seminaren, rechtliche Sicherheit bietet.

Um immer wieder auftretende kulturelle Missverständnisse in Seminaren zu vermeiden, haben wir unsere Erfahrungen zusammengefasst und einen Leitfaden sowohl für Schamanen als auch für Seminarteilnehmende verfasst. Dem großen Klärungsbedarf in Bezug auf „Heilertätigkeit” bei uns, haben wir Rechnung getragen, indem wir ethische und juristische Grundsätze dafür, formuliert haben. ( Leitlinien.. )

Zur Sicherheit unserer Seminarteilnehmer haben wir eine Vereinshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Dies ging einher mit der Planung der Veranstaltungen für 2010 und 2011. Dazu war es notwendig, mit Schamanen zu sprechen und weitere Schamanen und andere Referenten zu gewinnen. Für Anfragen von möglichen Referenten aus Europa ist ein Fragebogen zu ihrer Einschätzung entstanden. Auch mussten Absprachen mit Seminarhäusern getroffen werden. Zur technischen Gestaltung unserer Website haben wir Swanie aus dem Saarland gewinnen können. Wir sind ihr mit herzlichem Dank für ihre schöne, professionelle Arbeit und ihre Großzügigkeit verbunden. Die Artikel für die Website haben wir im Vorstand inhaltlich besprochen. Parallel dazu galt es die Mitgliederbetreuung zu gewährleisten, viele emails zu beantworten und Listen zu einzuführen.

Schlussendlich haben wir diesen ersten, langen Newsletter auf den Weg gebracht. Der zweite Newsletter wird sicher kürzer. Das alles erscheint uns für ein gutes halbes Jahr intensive Vereinsarbeit sehr erfolgreich zu sein, zumal keine von uns Vorständen die Möglichkeit hat, sich dieser Aufgabe hauptberuflich zu widmen. Wir sind voller Freude an der Arbeit. Eine Unterstützung durch bezahlte Kräfte lässt unser Etat derzeit aber leider noch nicht zu.

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