Ausbildung 2018/2021

"Parzivals Weg", das dreijährige Männertraining ist einzigartig auf dem großen Markt der schamanischen Ausbildungsangebote. Der Weg mit „Parzival“ kann zu einer verantwortlichen, erfüllenden und kraftvollen Männlichkeit führen.

 

Leitung: Hildegard Fuhrberg

Für den Unterricht steht ein Team von Lehrkräften aus Deutschland, Irland, den Niederlanden und dem Baltikum zur Verfügung, die entweder in verschiedensten schamanischen Traditionen der Welt ausgebildet oder in Jahrhunderte alten Traditionen ihrer Heimat verwurzelt sind. Sie alle eint die Fähigkeit, ihr Können für unser Leben im Europa des 21. Jahrhunderts zu übersetzen – nur so erhält es Relevanz für uns. Von "Kulturimport" oder "Neo-Kolonialismus" wollen wir bewusst Abstand nehmen, denn Leben auf dem schamanischen Weg heißt, in einer gelebten, alltäglichen Verbindung mit der eigenen Natur und Kultur zu sein. Die Versuchung das Echte, das Exotische zu imitieren, ist groß. Wir Männer wollen uns der Herausforderung stellen, die, die wir sind - auch authentisch zu sein.

In einer dogmenfreien Spiritualität ohne heilige Schrift wird der Kontakt mit dem Göttlichen oder dem Großen Ganzen direkt erlebt. In der nahen Verbindung zur allumfassenden Natur unserer Erde und den verschiedenen helfenden und wissenden Wesen sind wir geborgen und handlungsfähig. Ergänzt wird das Lehrteam durch Absolventen der vergangenen "Parzivals Wege", die sich auf ihrem persönlichen Weg besondere Fähigkeiten erworben haben.

Der Weg mit „Parzival“ kann für die, die dafür bereit sind, zu einer verantwortlichen, erfüllenden und kraftvollen Männlichkeit führen. Alles hat einen eigenen Wert und eine eigene Art. Der Weg der Männer ist deshalb ein anderer, als der der Frauen.
„Parzival“ steht für ein auf europäische Wurzeln bezogenes Konzept einer naturverbundenen, undogmatischen Spiritualität und Heilarbeit von Männern. Dafür muss jeder sich mit der eigenen Tradition verbinden und lernen, sich als Mensch zu wandeln. Schamanische Arbeit ist ein Weg, keine Methode.

Wir heben verschüttete Schätze

  • Lernen von der Natur – Zurück in die Wildnis und nach vorn in menschliche Städte
  • Ich und mein Clan – Wie trage ich meinen Teil zum Aufbau einer tragenden Gemeinschaft bei?
  • Kontakt mit unseren Ahnen, den Krafttieren und anderen Helfern der geistigen Welt
  • Was kann oder lerne ich besonders gut? – Meine Exzellenz
  • Bin ich bereit, für diese mir geschenkte Fähigkeit etwas anders für den Rest meines Lebens sein zu lassen? – Mein Tabu
  • In umfassender Perspektive erlöse ich unerledigtes Ahnenerbe und Traumata
  • In Verbundenheit leben – Ich lerne, dass Realität knetbar ist
  • Das Feuer der Vision als Leitstern. Dabei helfen mir:

–  Absicht: Die Weisheit des Bogenschützen der sein Ziel wählt
–  Kraft: Meine Kraft ist Teil der unendlichen Kraft des Großen Ganzen
–  Resonanz: Unterm Strich ist alles eins und schwingt zusammen
–  Vertrauen: Ich gebe mich dem Großen Ganzen hin – so oder besser sei es

  • Wie wird meine neu verstandene Männlichkeit zum Segen für die Welt? ­
  • Ich versöhne Männliches und Weibliches in mir
  • Der Weg der Makellosigkeit: Ich werde befähigt Entscheidungen zu treffen, für die ich bereit bin die Konsequenzen zu tragen
  • Feuerlauf – Für welches Herzensanliegen gehe ich übers Feuer?
  • Verantwortung – Was bewirkt mein Weg in der Welt?
  • Liebe und Gemeinschaft – neu betrachtet


AusbildungsleiterInnen

Hildegard Fuhrberg ist ausgebildet in verschiedensten schamanischen Traditionen der Welt und naturheilkundlichen Heilweisen. Sie ist führend auf dem Sektor, abgerissene europäisch-schamanische Traditionen wieder mit Leben zu füllen und führt seit über 40 Jahren eine Naturheilpraxis in Hamburg-Bergedorf. In den von ihr ins Leben gerufenen Ausbildungen "Mütter Nacht im Labyrinth" und "Parzivals Weg" hat sie in den letzten Jahrzehnten hunderte von Frauen und Männern mit schamanisch inspirierter Heilarbeit vertraut gemacht. Als Referentin und Seminarleiterin wird sie europaweit angefragt – erfreulicherweise mehr und mehr auch aus den Reihen der Schulmedizin und klassischen Naturwissenschaften. Sie ist Begründerin des "Schamanischen Netzwerks Europa e. V." und des "Europäischen Großmütterrats". 
Siehe auch: www.alteheilkunst.com

Mikk Sarv ist einer der bedeutendsten Vertreter der Menschen, die die alten Wege Estlands noch leben und für andere wieder neu lebbar machen. Wir konnten ihn für eine Zusammenarbeit mit uns gewinnen. Mikk ist Ethnologe und einer der vier Gründer des musikalischen Observatoriums in der Nähe von Tallin. In Estland ist er bekannt als Umweltaktivist, als Musiker und Schamane. Er nutzt Herz und Hand in allem was er tut. 

Peter John O’Connor ist mit alten Kulturschätzen seiner Heimat Irland auf das Engste verwachsen: Dem Bogenschießen und der Folk-Musik; Bogenschießen übt er nicht als technisierten Leistungssport, sondern als Schulung der Klarheit der Absicht. Mit seiner Geige hilft er uns, die Verbindung zur Urlebenskraft Musik auf fundamentale Weise – vielleicht neu? - zu erleben.
Siehe auch: www.glenribbeen.com (archery school/music school)

Maarten Oversier: Traumata, Ängste, unerledigte Geschäfte der Ahnen müssen erlöst werden, damit der jetzt lebende Nachkomme sich frei entwickeln kann. Maartens Kontakt zu schamanischem Wissen entstand vor vielen Jahren durch Begegnungen mit Indianern und ihren Konzepten, wie sie ihre durch die westliche Zivilisation traumatisierten Jugendlichen heilen können. Diese Konzepte trägt Maarten mit und hat sie in den europäischen Kulturraum transponiert. So lehrt Maarten Wege, Verstorbene und sich selbst zu befreien.
Siehe auch: www.maartenoversier.nl

"Männer der Erde"
Die vier Männer, die bereits vor einigen Jahren "Parzivals Weg" durchlaufen haben, leiten 2020 die Outdoorwoche in Schweden. Es geht um "das Verlassen der Komfortzone", um den Kontakt zu mir durch den direkten Kontakt mit der Natur. Themen der Woche:

  • Feuermachen ohne Streichhölzer
  • Schutzbehausung bauen
  • Zeremonien und Rituale
  • Konzentrische Kreise
  • Wildpflanzen erkennen
  • In Gemeinschaft leben
  • Glutbrennen
  • Einführung ins Spurenlesen
  • Die Gesetze des Kreislaufs der Natur
  • Gefahren im Wald und angemessene, artgerechte Verhaltensweisen
  • Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsübungen

Siehe auch: www.maenner-der-erde.de

Christian Fentrop ist Kunsttherapeut und Experte auf dem Gebiet von Sucht / Abhängigkeit und Sexualität.


DIE STRUKTUR

235 Unterrichtsstunden verteilen sich auf drei Jahre: ­
In fast jedem Jahr gibt es ein außerhalb Hamburgs stattfindendes Wochenende von Freitag, 17.00 bis Sonntag, 15.00:
09.-11.11.2018; 20.-22.11.2020; 11.-13.06.2021. ­
Insgesamt 10 Sonnabende, 10.00 bis 18.00, finden mit Hildegard Fuhrberg in ihrer Praxis in Hamburg Bergedorf statt:
09.02.2019; 13.04.2019; 01.06.2019; 08.02.2020; 04.04.2020; 06.06.2020; 24.10.2020; 06.02.2021; 10.04.2021; 25.09.2021. ­

In jedem Jahr gibt es eine "Sommerwoche", fünf Tage Unterricht mit Mikk Sarv (05.-09.08.2019) und Peter O’Connor (26.-30.07.2021). Im zweiten Jahr führt die Outdoorwoche mit den "Männern der Erde" nach Schweden (27.-31.7.2020). ­

Es findet ein Feuerlauf statt (2.11.2019) ­

Die externen Wochenenden sowie die erste und zweite Sommerwoche finden in Quartieren auf Schullandheimniveau statt.


DIE KOSTEN

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 3.600 Euro. Je Monat sind das 100 Euro je Unterrichtsstunde, bei 235 Stunden sind das 15,32 Euro je Unterrichtsstunde, die per Dauerauftrag an das "Schamanische Netzwerk Europa e. V." gezahlt werden. Kosten für Quartier bei externen Unterrichtseinheiten sowie die Anreise zur Outdoor-Woche werden extra gezahlt.


Fragen zur Ausbildung

Bin ich nach dem Kurs Schamane?
Der Begriff Schamane ist ein Kunstwort der Ethnologen und derzeit nicht in unserem Kulturkreis verwurzelt; zur Initiation als Schamane gehört einiges mehr als eine dreijährige Ausbildung. Wer heilend tätig ist, kann nach abgelegter Prüfung (s. u.) "Ausgebildet in schamanisch inspirierter Heilkunde im SNE e. V." in die Beschreibung seiner Arbeit übernehmen.

Warum genügen nicht ein paar Wochenendseminare?
Es geht um einen kontinuierlichen Prozess, in dem ein Stein auf den vorigen gesetzt wird. Zu dem ist das Lernen und Wachsen in einer festen Gruppe zentral für schamanisches Handeln. Es geht bei Weitem nicht um das Erlernen von Methoden. Wir müssen andere Menschen werden, wenn wir schamanisch arbeiten wollen. Das ist ein längerer Entwicklungsschritt.

Sind wir über dieses Erbe primitiver Kulturen nicht hinaus?
An allen Ecken und Enden merken wir, wie das von der Aufklärung idealisierte Primat des Verstandes und die Vergötzung des Individuums den Menschen von seinen gesunden Wurzeln abschneiden. Symptombilder wie Depression, Allergie, Süchte etc. sprechen eine deutliche Sprache. Es ist die Arroganz der westlichen Welt und ihrer Industriekulturen, die Traditionen, die nicht dem Verstand huldigen, als primitiv abzuqualifizieren.

Wie lässt sich das mit unserem modernen, wissenschaftlichen Weltbild vereinbaren?
Die Quantenphysiker sind in den letzten 50 Jahren zu Erkenntnissen gekommen, die Jahrtausende alten Aussagen von Schamanen gleichen: Geist schafft Materie. Alles hängt zusammen. Es gibt kein objektives, unbeeinflusstes Handeln und Schauen. Interessierten seien zur Vertiefung die Bücher des alternativen Nobelpreisträgers Hans-Peter Dürr empfohlen.

Gibt es eine Prüfung, einen Abschluss?
Wer möchte, kann zum Abschluss der Ausbildung eine Prüfung bei Hildegard Fuhrberg ablegen.

Sind bei uns nicht alle europäischen Wurzeln zerstört?
Vieles wurde durch Inquisition, Aufklärung etc. verschüttet, aber nicht alles zerstört. In allen Regionen Europas gibt es lebendige Elemente der Tradition: Riten zu den wechselnden Jahreszeiten, das "Osterwasser", geistige Heilweisen wie das Besprechen, Feuerläufe, Haussegen, das bäuerliche Kräuterwissen, Übergangsrituale u. v. a. m. Es existiert viel mehr, als die Titelseiten der Tageszeitungen ahnen lassen.

Wo ist der Unterschied zu Psychotherapie?
Psychotherapie arbeitet allermeist aus einem lediglich auf das Individuum ausgerichteten Blickwinkel. Im schamanischen Ansatz hingegen ist der Blick auf das Umfeld, den Clan, die Verbindung zur geistigen Welt der Ausgangspunkt. Psychotherapie erklärt oft Probleme und möchte sie am Individuum lösen. Die schamanische Arbeitsweise findet eher lebenspraktische Lösungen die Spiritualität elementar mit einbindet.

Gibt es einen Unterschied zu bekannter Esoterik?
Zentral in der Arbeit des SNE e. V. ist die Erkenntnis, dass wir den europäischen Weg wieder beleben müssen. Der Begriff Schamanismus wird in esoterischen Kreisen häufig als Import exotischer multikulti Methoden missverstanden. „Indianer“ werden dort oft romantisiert. Die Nöte dieser Ethnien in der heutigen Welt, werden dort leicht übersehen.

Was kann ich danach mit dem Wissen anfangen?
Im Alltag die Verbundenheit leben:

  • Dankbarkeit für die Geschenke des Großen Ganzen ausdrücken
  • Jahreskreisfeste mit den Meinen feiern
  • Rat bei Krafttieren, Ahnen und anderen Helfern holen
  • Rituale der Heilung für Mensch, Tier und Pflanze feiern
  • Meiner Männlichkeit einen neue Richtung geben
  • Ich erarbeite die Vision für mein Leben und gewinne daraus Kraft für mich und die meinen - sprirituelle Beratungs- und Heilarbeit anbieten


Muss "Mann" dafür nicht ganz besondere Fähigkeiten haben?

Offenheit und Mitgefühl – das sind die Grundvoraussetzungen, sich auf den Weg zu machen. So werden eingefahrene Sicht- und Lebensweisen neu sortiert und zum Nutzen aller anwendbar verwandelt.

Änderungen zur Ausbildung sind mit gleicher oder besserer Qualität vorbehalten.

Organisator: Rainer Lanz Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 / 5206 3725

 

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